Mahnung im Briefkasten

So funktioniert der Nachsendeauftrag

Wer umziehen möchte oder sich über längere Zeit beruflich oder privat im Ausland aufhalten will, sollte sich die Post an den neuen Ort nachsenden lassen. Auch wenn ein Angehöriger zum Pflegefall wird und seine Wohnung deshalb verlassen muss, sollte man dessen Post nachsenden lassen. Man kann einen Nachsendeauftrag stellen. Das ist nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen möglich, die ihren Firmensitz verlagern.

Erforderliche Angaben für den Auftrag

Hält man sich für längere Zeit nicht an seinem Wohnort auf, ist ein Nachsendeantrag unerlässlich, damit die Post an den neuen Ort nachgesendet werden kann. Post, die nicht beantwortet wird, beispielsweise Mahnungen oder eilige Terminsachen, kann für den Empfänger Konsequenzen haben und mit hohen Kosten verbunden sein. Mit einem Nachsendeantrag kann man sich viel Ärger ersparen. Nachgesendet werden können Briefe, Einschreibebriefe (Einwurfeinschreiben), Postkarten, Blindensendungen, Bücher- und Warensendungen, Streifbandzeitungen, Telegramme sowie auf Wunsch auch Päckchen oder Pakete. Der Antrag kann bequem online gestellt werden. Stellt man einen Nachsendeauftrag, sind dafür bestimmte Angaben erforderlich:

  • Name des Antragstellers bzw. vielmehr desjenigen, dessen Post weitergeleitet werden soll
  • gegenwärtige Adresse des Antragstellers bzw. vielmehr desjenigen, dessen Post weitergeleitet werden soll
  • Grund für die Antragstellung, z .B. Umzug
  • Startdatum, also wann die Nachsendung erfolgen soll
  • Zieladresse für die Nachsendung
  • Dauer der Nachsendung
  • Art der Zahlung.

Will man einen Nachsendeauftrag stellen, weil man die Post für eine pflegebedürftige Person nachsenden lassen will, so benötigt man dafür eine offizielle Vollmacht, die man von der Pflegeperson selbst oder von einer Behörde erhält. Auch für die Bestellung eines Nachsendeauftrages für einen anders gelagerten Betreuungsfall muss man einen Betreuungsausweis und die Kopie des eigenen Ausweises vorweisen.

Will man einen Nachsendeantrag bei einem Pflege- oder Betreuungsfall stellen, so sollte der Briefkasten der alten Adresse noch drei bis fünf Tage adressierbar sein. Ein Bestätigungsschreiben wird an die alte Adresse geschickt, um Betrug auszuschließen. Erst wenn das Bestätigungsschreiben an der alten Adresse eingegangen ist, wird der Auftrag wirksam.

Dauer der Einrichtung

Es dauert nicht lange, einen solchen Auftrag einzurichten. Um das Formular online auszufüllen, bedarf es in der Regel weniger als einer Viertelstunde. Dann muss man warten, bis der Auftrag wirksam wird, das dauert drei bis fünf Werktage. Will man ganz sicher sein, dass die Nachsendung rechtzeitig erfolgt, so sollte man den Antrag zwei Wochen vor der geplanten Nachsendung stellen und das gewünschte Datum für die Nachsendung angeben.

Angabe von Gründen im Antrag

Stellt man den Antrag auf Nachsendung, so muss man einen Grund dafür angeben. Das ist erforderlich, damit Betrugsfälle ausgeschlossen werden können. Vor allem dann, wenn man einen Auftrag einrichtet, weil man einen Angehörigen pflegen will oder da ein Angehöriger verstorben ist, kommt es darauf an, die Gründe anzugeben. Stellt man einen solchen Antrag, da man umzieht oder über längere Zeit nicht an seinem Wohnort ist, so muss man im Online-Formular das entsprechende Feld anklicken.

Gültigkeit des Antrags

Der Nachsendeantrag ist wahlweise sechs Monate oder zwölf Monate gültig. Stellt man den Antrag für sechs Monate, so kann man ihn zum Ende der Laufzeit um weitere sechs Monate verlängern. Nach zwölf Monaten muss ein neuer Antrag gestellt werden.

Liste der Zusteller

Sie möchten die Zusteller gerne separat und offline beantragen? Hier finden Sie eine Liste der Postzusteller in Deutschland welche einen Nachsendeauftrag anbieten. Die Beantragung funktioniert hierbei z.T. per Fax oder Online.


Weiterhin gibt es auch Postzusteller in Deutschland, welche noch keinen Nachsendeauftrag anbieten. Diese finden Sie in folgender Aufstellung:

Liste der Zusteller ohne Nachsendeauftrag